Zehn PAradigmen,
die SIch verändern (müssen), wenn wir unsere Städte und Bezirke Transformiert
sehen Wollen
Von Eric Swanson
Eric Swanson ist Direktor der Leadership Community
for Externally Focused Churches (Leiterschaftsverband für Gemeinden mit Fokus
nach außen), die von Leadership Network (www.leadnet.org.)
gefördert und unterstützt wird. Kirchen und Gemeinden, die daran interessiert sind, ein Teil von Leadership Community zu werden können mit Erik unter eric.swanson@leadnet.org Kontakt
aufnehmen.
Am Horizont ist eine kleine Wolke zu sehen. Winde
der Veränderung gewinnen zunehmend an Stärke. Ohne jeden Zweifel wird ein Sturm
einsetzen …Veränderungen sind im Anmarsch. Überall auf der Welt kann man eine sanfte
Bewegung des Geistes wahrnehmen, durch die Gläubige motiviert werden, die Art und Weise, wie sie Gemeinde bauen
unter die Lupe zu nehmen. Kirchen sind dabei ihre alten Erfolgsmaßstäbe auszuräumen.
Es geht nicht mehr nur um die Größe, das Einfühlungsvermögen für Suchende, um
geistliche Gaben, eine gesunde
Gemeindestruktur oder die Anzahl der Kleingruppen. Es geht darum, einen
handfesten und nachhaltigen Unterschied im Leben der Menschen um uns herum zu
machen – in unseren Gemeinde- und Stadtvierteln, in unseren Städten.
Es wird zunehmend deutlich, dass wir nicht weiterhin
dieselben alten Sachen veranstalten, aber dessen ungeachtet, dabei andere
Resultate erwarten können. Wenn wir das Salz und das Licht sein wollen, das zu
sein wir geschaffen wurden, dann müssen wir etwas ändern…wir selbst müssen
anders werden! Die Transformation unserer Städte kann nicht durch Programme,
Strategien, Kampagnen oder Methoden bewerkstelligt werden. Für die meisten von
uns wird eine Veränderung von der Größenordung eines Erdbebens erforderlich
sein, um zu dem zu werden, was die Kirche und Gemeinde im 3. Jahrtausend sein
soll. Ein Paradigma ist ein Model, das aus gemeinsam vertretenen Annahmen
besteht, bezüglich dessen, was funktioniert oder was wahr ist. Ein Paradigmenwechsel
ist der „Aha- Moment“, in dem wir die Dinge in solch einem neuen Licht sehen,
dass wir unmöglich wieder zu unseren alten Methoden und Vorgehensweisen zurückkehren
können. Jeder Paradigmenwechsel befördert uns von einem Denkmodel, das wir fallen
lassen müssen, zu einem neuen Model, welches wir befürworten und übernehmen
müssen. Ein neues Paradigma ist frischen Weinschläuche vergleichbar, die nötig sind,
um die neuen Annahmen darüber, was wahr ist, übernehmen und erhalten zu können.
Um den größtmöglichsten Einfluss auf unsere Kommunen – auf unsere Stadtzentren,
Vorstädte und ländlichen Gebiete - ausüben zu können, ist eine Modifikation von mindestens zehn der
Paradigmen unerlässlich, die unsere gegenwärtige Sichtweise der Gemeinde
bestimmen.
1) Vom
Mauerbau zum Brückenbau
„Ihr seid
das Salz der Erde….ihr seid das Licht der Welt (Matth. 5, 13,14)
Der erste Paradigmenwechsel bezieht sich darauf,
wie wir uns als Gemeinde/Kirche in Bezug auf unsere Städte und Kommunen sehen.
Werden wir uns weiterhin aus ihnen heraushalten und die Menschen zu uns
einladen, oder werden wir uns auf unsere Städte und Kommunen einlassen, mit der Absicht Veränderungen
einzuleiten? Es stimmt zwar, dass die
Gemeinde/Kirche dazu berufen ist, sich in Bezug auf ihren Lebensstil abzuheben,
doch sie wurde nie berufen, sich von den Leuten, die sie beeinflussen möchte,
zu isolieren. Viele Jahre lang gab sich Robert
Lewis, Pastor der Fellowship Bible
Church (FBC),
die er gründete, damit zufrieden das Wachstum seiner erfolgreichen Vorstadt
-Megagemeinde weiter anzukurbeln. Seinen Angaben zufolge war FBC eine
„Erfolgsgemeinde“.
Erfolgsorientierte Gemeinden versuchen Wachstum
durch attraktive Programme und Angebote zu steigern, an denen die Menschen teilnehmen
und von denen sie profitieren können. Doch Roberts Unzufriedenheit bezüglich
des Einflusses, den FBC auf die Kommune hatte, wurde immer größer. Das
veranlasste ihn, sich mit dem Bürgermeister von Little Rock zu verabreden und
ihm eine Frage zu stellen:“ Wie können wir Ihnen helfen?“ Die Antwort des
Bürgermeisters war eine ganze Liste von herausfordernden Schwierigkeiten, die das
größere Einzugsgebiet rund um Little Rock herum betrafen.
Dann stellte sich die FBC selbst die
herausfordernde Frage: „Was können wir tun, um bei den Menschen Erstaunen
auszulösen, so dass sie sagen: ’Gott betätigt sich hier in unfasslicher Weise,
denn keiner könnte das alles auf die Beine stellen, es sei denn ‚Gott ist mit
ihm’.“ Diese Frage war der erste Schritt
auf dem Weg zu dem, was Lewis eine „Brückenbauende Gemeinde“ nennt. Während der
vergangenen vier Jahre hat sich FBC mit über hundert weiteren Gemeinden und
über 5000 Ehrenamtlichen in der weiteren Region von Little Rock zusammengetan
und gemeinsam dienten sie ihren Stadtvierteln und Gemeinden, indem sie Parks
und Spielplätze anlegten und nahezu 50 Schulen renovierten. Mit Blutspenden haben
sie neue Rekorde beim Roten Kreuz aufgestellt und Tausende von neuen
Organspendern angeworben. Sie begannen Kurse zur alltäglichen Lebensbewältigung
(über Finanzen, Ehe, Wellness, Altern usw.) an öffentlichen Orten wie Banken
und Hotels zu veranstalten, was mehr als 5000 Teilnehmer anzog.
In den vergangenen vier Jahren haben die Kirchen
und Gemeinden der Region Little Rock
Spenden von nahezu einer Million Dollar speziell an die Sozialdienste
des Stadtbezirks vergeben, die den Nöten und Bedürfnissen einer gefährdeten Jugend am
wirkungsvollsten begegneten. Sie haben Wohnungen renoviert und für
Schuluniformen, Schulutensilien, Wintermäntel und Weihnachtsgeschenke für
hunderte von Kindern gesorgt. Nachdem
sie gerade neue Regale für ihr Klassenzimmer erhalten hatte, sagt eine
Schulleiterin: „Für mich ist dies, zumindest was die Schule und den Unterricht
betrifft, der schönste Tag meines Lebens. Ich mache diesen Job jetzt schon 29
Jahre und heute passiert es zum ersten Mal, dass ein Projekt der Gemeinde oder
Kirche tatsächlich bei uns ankommt.“
Die Kirchen und Gemeinden von
Little Rock haben ihr Licht auf eine Weise scheinen lassen, die bewirkt hat,
dass Jesus Christus für die Stadt realer, greifbarer wurde. Sobald eine Kirche
diese mentale Verschiebung bezüglich der Art und Weise, wie sie in ihrer Stadt
lebt, vollzogen hat, kann sie nur noch in der Kreativität, mit der sie diesen
Dienst umsetzt, eingeschränkt werden, tatsächlich das Salz und Licht zu sein, wozu sie berufen ist.
Sie geht von der Bereitstellung geistlicher Programme für die Stadt und Gemeinde
dazu über, ihre Beziehung zu dieser Stadt und Gemeinde für immer zu verändern.
2) Vom
Zählen der Besucher zur Beurteilung des Einflusses
„ Das
Königreich des Himmels ist wie Sauerteig….der mit einer großen Menge Mehl
vermengt wird bis alles davon durchsäuert ist“ (Matth. 13,33) In unserer postmodernen Welt sind die meisten
Menschen weder von der Größe einer Kirche/Gemeinde beeindruckt, noch von ihrer
Verpflichtung an die „Wahrheit“. Und doch fesseln geistliche Dienste, die auf
die Transformation ihrer Städte ausgerichtet sind, von den Titelseiten des TIME
Magazins bis hin zum Wall Street Journal die Aufmerksamkeit des amerikanischen
Volkes. Vielleicht wird in diesem Jahrhundert die Realität, dass Jesus Christus
sich in unsern Städten und Gemeinden aufhält, am eindrücklichsten durch praktisches
Anschauungsmaterial verdeutlicht und nicht durch irgendwelche Lehrsätze. Einen
Glauben zu haben, der beobachtet werden kann, bedeutet die Wahrheit auszuleben,
von der wir uns wünschen, dass andere sie erfassen und so machen wir auch das Leben des Retters sichtbar,
mit dem wir sie bekannt machen wollen.
Als Jesus mit einer Schriftstelle seine Mission und
seinen Dienst beschreiben wollte, suchte er sich die Jesajarolle heraus und las
aus Jesaja 61: „ Der Geist des Herrn ist auf mir, denn er hat mich gesalbt, den
Armen die gute Nachricht zu predigen.
ER hat mich gesandt, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, den Gefangenen Freiheit zu verkündigen und Befreiung für die, die in der Finsternis
gefangen sind….die Trauernden zu trösten
und für die zu sorgen, die in Zion
bedrückt sind – ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Traurigkeit und
Feierkleider statt eines betrübten Geistes zu
geben …“ Die Art und Weise, in der er am besten „predigte“, geschah durch
die ganzheitliche Verbindung von verkündigen,
trösten und versorgen. So diente Jesus. „Das Wort wurde Fleisch und
wohnte unter uns“ (Joh. 1,14). In gleicher Weise legt der Apostel Paulus ebenso
viel Wert darauf „ der Armen zu gedenken“(Galater 2,10), wie auch „das
Evangelium zu verkünden“ (Römer 1, 15-17). Effektiver Dienst hatte bis jetzt
immer einen ganzheitlichen Charakter, indem er Wohltaten mit der guten
Nachricht verband (Apg. 10, 36-38).
Als Tillie Burgin die Arlintonmission startete, tat
sie dies mit einem ganz simplen Auftrag – bring die Kirche zu den Menschen, die
nicht in die Kirche kommen - „verbringe Zeit mit ihnen und mach sie mit Johannes
3,16 bekannt“. Als sie sich aufmachte, um sich mit ihren Nachbarn zu treffen
und ihnen zu dienen, traf sie sofort auf den Widerstand der Zeugen Jehovas, die
ihr zu verstehen gaben, sie würde „ in ihr Revier eindringen und solle doch
zurück in ihr Kirchengebäude gehen, wo sie hingehöre.“ Heute ist die Arlintonmission eine
Hauskirchenbewegung, der nahezu 250 örtliche Hauskirchen angehören ( die von
fast 4000 Menschen besucht werden) und die im Gebiet von Arlington in Texas mehr
als 10 000 Menschen pro Woche mit Essen, Möbeln, ärztlicher und zahnärztlicher
Versorgung, Fahrdiensten zur Schule, Kinder- und Erwachsenentagesstätten,
Seelsorge und Beratung usw. dient. Was kann Jesus für eine Region tun? Die Menschen
aus Arlington wissen es. Jedes Jahr lernen Hunderte von ihnen Jesus durch
diesen Dienst der Transformation kennen. Menschenleben werden berührt und
verändern sich. Die Kirche/Gemeinde soll und kann in ihrer Stadt einen riesigen
Unterschied machen.
Die Windsor Village United Methodist Church, eine
Methodistenkirche, hat inzwischen einen gewaltigen Unterschied dieser Art im
Südwesten von Huston zuwege gebacht. Von anfänglich 25 Mitgliedern im Jahr 1982,
hat sich Windsor Village inzwischen zur geistlichen Heimat von gegenwärtig mehr
als 14 000 Mitgliedern entwickelt. Dadurch das sie sich sowohl der Evangelisation
als auch der wirtschaftlichen Entwicklung verschrieben hat, und durch die
Überzeugung, dass alle Mitglieder vollwertige geistliche Diener sind , fühlt
sich jedes Gemeindeglied ermutigt, den Auftrag Jesu ernst zu nehmen, die Nöte
derer um sich herum zu erkennen und ihnen in einer ganzheitlichen Weise zu
begegnen. Unter der Leiterschaft von Pastor Kirbyion Caldwell erwarb die
Gemeinde ein ca. 35 000 qm großes, früheres K-Markt Gelände, das zu einem
„Powerzentrum“ umgebaut wurde. Seit 1999 hat dieses Powerzentrum einen bisher etwa
22 Mio. Euro schweren Einfluss auf die Region gehabt, indem es mehr als 500
Arbeitsstellen im Baugewerbe schuf, als auch 300 reguläre Arbeitsstellen im
Powerzentrum selbst, welches mehr als 9000 Familien im Monat durch die über 100
Dienste dient, die von Windsor Village geschaffen wurden.
Gegenwärtig sind sie damit beschäftigt, eine auf 24 Hektar geplante
Wohnanlage zu entwickeln, die den Namen Corinthian Pointe tragen soll und aus
über 450 bezahlbaren Einfamilienhäusern besteht, und setzen so ihre Absicht
einen Unterschied zu machen fort.
Vaughn und Marlene McLaughlin zogen in Jahr 1988 in
eine heruntergekommene Gegend von Jacksonville, um eine Gemeinde zu gründen,
die den Nöten und Bedürfnissen der ganzen Person dienen sollte. Heute
beherbergt ihr umgebautes Bell-South-Gebäude - genannt der „Multiplex“ - mehr
als 20 profitorientierte Unternehmen - einschließlich des „Töpfer-Kaffeehauses“
- eine Kreditgesellschaft, einen
Schönheitssalon, ein Grafikdesignstudio und eine Greyhoundbus-Station - und all
dies begann mit Gemeindemitgliedern, die kein Geld, aber einen Traum hatten.
Ein weiteres Gebäude dient als „Brutkasten“ für
zwei Dutzend neue Firmen. Der Multiplex ist zudem Heimat einer 500 Studenten
umfassenden Christlichen Akademie. Zusätzlich zu ihrer Arbeit, die drin
besteht, wirtschaftliche Qualifikation
und Ausbildung zu ermöglichen, unterhalten sie nahezu 25 weitere Dienste, wie
etwa einen Gefängnisdienst, eine Jugendarbeit, die „ Großen und Kleinen Brüder“
und eine kostenlose Autowerkstatt. Ihnen steht auch ein Team von etwa 250
Freiwilligen zu Verfügung, die sich „ um die Dinge in der Stadt kümmern“ auch wenn
das einfach heißt, die Straßen von Jacksonville zu kehren. Obwohl er ein
hervorragender Redner ist, umfasst Dienst für Bischof Vaughn McLaughlin all die
Dinge, die außerhalb der Kirche stattfinden - „ wenn du nicht außerhalb deiner vier Wände
Einfluss ausübst, dann ist dein Einfluss gleich null“. Im Jahr 1999 erhielt
McLaughlin den Titel „ Unternehmer des Jahres“ von der Universität von Florida.
Ist es da ein Wunder, dass die Stadt und ihre Verantwortlichen das „Töpfer-Kaffeehaus“
von ganzem Herzen begrüßt haben. Die Frage, die wiederholt gestellt wird, ist
die Frage, die sich Kirchen und Gemeinden heute in jedweder Art von sozialem
Umfeld zunehmend stellen:“ Würde die Stadt, das Stadtviertel, es von Herzen
bedauern, wenn unsere Kirche hier verschwände? Würde überhaupt irgendjemand
merken, wenn wir nicht mehr da wären? Würde das irgendjemand beklagen?“
Die Frage, „Wie groß ist eure Kirche?“ sollte durch
die Frage ersetzt werden „ Wie groß ist der Einfluss, den ihr auf eure Stadt
habt?“ Jede andere Bezugsgröße ist
interessant aber nicht relevant. Wir sollten uns weigern, uns von bloßen Zahlen
beeindruckt zu lassen. Es gibt viele Wege, sich in der Stadt, in einem
Stadtviertel zu engagieren und Einfluss auszuüben. Die einzig „schlechte“ Art
sich in der Stadt einzusetzen, ist sich überhaupt nicht einzusetzen!
3)
Anstatt die Heiligen zum Gottesdienstbesuch zu motivieren, diese Heiligen zum
Dienst ermächtigen. „ Es ist Gott, der einige als …Hirten und Lehrer einsetzte, um das Volk
Gottes für den Dienst
zuzurüsten…“ (Eph.
4, 11-12) In der typischen Gemeinde
werden Laien gebeten in fünf oder sechs Bereichen zu dienen:
Kein Wunder also, dass die Pastoren sich darüber
beklagen, dass sich nur 20% der Gemeindemitglieder „aktiv“ beteiligen. Könnte
es sein, dass die Gelegenheiten zu dienen nicht breit genug angelegt sind,
damit die Menschen in der Kirche/Gemeinde ihre Tatkraft und Leidenschaft einsetzen
können? Robert Lewis stellte fest, dass die Menschen, die neu in seine Kirche
kamen, etwa 4-5 Jahre lang begeistert waren. Wie konnte es auch anders sein.
Fellowship Bible ist eine Gemeinde, die sehr viel Gewicht auf Lehre legt, und
Robert ist ein unglaublich guter Lehrer. Er beobachtete aber, dass die Leute sich
nach ca. fünf Jahren anfangen in der Gemeinde zu langweilen, wenn sie nicht in
irgendeinem Dienst an andern beteiligt sind.
Erst als die Gemeinde damit begann, sich in ihrer Stadt praktisch einzubringen, fanden die
Gemeindeglieder die Nische, in der sie sich betätigen konnten und wuchsen
geistlich weiter. Timm Keller von der Redeemer Presbyterian Kirche in New York
City schreibt, dass der Prozess, die Gemeindemitglieder in Dienste hinein zu
mobilisieren, damit beginnt, dass „klar und regelmäßig formuliert wird, dass
jedes Mitglied zum Dienst berufen ist’…von der Kanzel, in den Kursen und
Klassen, von Mund zu Mund, es muss kommuniziert werden, das jeder Laie ein
Diener ist und dass dieser Dienst darin besteht, Nöte und Bedürfnisse
aufzuspüren und ihnen zu begegnen, eingefügt in das übergeordnete Ziel, die Königsherrschaft
Christi zu verbreiten.“
In den 1980er Jahren traf sich in der Mariner’s
Kirche in Costa Mesa, Kalifornien, ein Jahr lang eine kleine Gruppe um jede
Schriftstelle zu studieren, die mit dem Volk Gottes und den Nöten und
Bedürfnissen einer Stadt zu tun hatte. Die Gruppenmitglieder stellten sich zwei
Fragen: „Was könnten wir tun?“ und „Was sollten wir tun?“ Das war der Anfang von
„Lighthouse Ministries“ der Mariner Kirche. Heute setzt das Lighthouse engagierte
Ehrenamtliche und deren unternehmerische Fähigkeiten ein, um den
unterbemittelten Menschen in Orange County zu dienen. Im Jahr 2001 erbrachten
nahezu 3400 Freiwilligen der Kirche mit Hingabe und Talent 95000 Stunden an Dienstleistungen (was
etwa dem Arbeitspensum einer 46 Personen starken Vollzeitgruppe entspricht).
Sie halfen Pflegekindern bei Schulproblemen, betreuten im Motel lebende Familien, unternahmen Camps
mit Kindern, besuchten Ältere, lehrten Englisch in einem ihrer Lernzentren,
arbeiteten im Mariners Billigladen (168000 $ Umsatz letztes Jahr), verteilten
Weihnachtsgeschenke, bildeten Teams mit ihren Teenagern in ihren
Leiterschaftscamps, halfen beim Ausfüllen von Einwanderungsdokumenten, arbeiteten
in Übergangswohnheimen, oder als Ehrenamtliche beim Sozialdienst von Orange
County. Neben dem effektiven Einsatz von Freiwilligen, sind es gerade
ehrenamtliche Tätigkeiten, die ganz einfach einen Weg darstellen, „Beziehungen
mit den Menschen rund um uns herum in unseren Städten aufzubauen.“ Vor kurzen
wurden sie im nationalen öffentlichen Radio erwähnt und zwar weil sie
Übergangswohnungen für Jugendliche einrichteten, die ihre Pflegefamilien verlassen.
Im letzten Jahr haben sie durch ihre beziehungsorientierten freiwilligen
Dienste das Leben von nahezu 12000 Menschen in ihrer Stadt beeinflusst. Ihre Mission die umschrieben werden kann mit
„ die Hoffnung Christi denen zu bringen, die sie brauchen“, wird somit erfüllt.
4) Von “diene uns” zum „wir
dienen“ - von der Ausrichtung nach Innen
zur Ausrichtung in die Welt.
„Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen um sich dienen zu lassen,
sondern um zu dienen und zu
geben…“(Markus 10,45) Vor einigen
Jahren machte Chuck Colson die Entdeckung, dass die Kommunisten 1917, als sie
Russland übernahmen, dem Christentum keinen illegalen Status aufdrückten. Vielmehr
garantierte ihre Verfassung religiöse Freiheit. Sie erklärten jedoch das Ausführen
von „Guten Werken“ zu einem Straftatbestand für die Kirche. Somit konnte sie ihrer
bedeutenden Aufgabe, die Armen zu speisen, die Fremden aufzunehmen, den Waisen
ein Zuhause zu geben, Kinder zu unterrichten oder sich um die Kranken zu
kümmern, nicht länger nachkommen. Und das Ergebnis? Siebzig Jahre später war
sie für die Welt um sie herum völlig bedeutungslos geworden. Was Lenin hier mit
Hilfe eines diabolischen Planes zustande brachte, das haben die meisten
heutigen westlichen Kirchen durch Versäumnisse erreicht. Das Ergebnis ist
jedoch das gleiche. Für die meisten Menschen ist die Kirche/Gemeinde heute vollkommen
bedeutungslos. Würde man den Gottesdienst abschaffen, dann wären die Macht der
Kirche, ihr Einfluss und ihre evangelistische Wirksamkeit dahin. Die Kraft des
Evangeliums liegt in einer Kombination aus lebensverändernder Botschaft und
selbstlosem Dienen.
Marion Patillo ist
leitende Direktorin einer Arbeit in Dallas, die den Namen „Metro-Link“ trägt.
Wie dieser Name schon andeutet fungiert Metro-Link als Bindeglied zwischen den
freiwilligen Mitarbeitern von etwa 40 Kirchen und 27 Blöcken der Stadt in
Süd-Dallas. Marion stellte fest, dass es zu der Zeit als sie mit Metro-Link
begann, 955 Kirchen und Gemeinden in Süd-Dallas gab und doch war die Gegend durchdrungen
von Kriminalität, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit und Prostitution. Was war
der Grund? Ganz sicher lag es nicht an einem Mangel an Kirchen/Gemeinden. Das
Problem bestand darin, dass die meisten Kirchen und Gemeinden nicht
damit beschäftigt waren, ihrer Stadt zu dienen. Beobachtungen dieser Art bewegten
Charles Chaney, den früheren Kopf des Southern Baptist Home Mission Ausschusses
zu der Bemerkung „Amerika wird nicht durch die existierenden Kirchen und
Gemeinden für Christus gewonnen werden, selbst wenn diese plötzlich überschäumend
und evangelistisch lebendig werden sollten. Und die USA wird auch nicht durch
den Aufbau von noch mehr Kirchen und Gemeinden, die der Mehrheit derer
gleichen, die wir jetzt schon haben, zu Christus kommen.“ Die Kraft der Kirche
liegt nicht in der Anzahl der Kirchen, sondern in ihrem Fokus.
Mary Francis Boley, war die Leiterin der
Frauengruppe der First Baptist Gemeinde in Peachtree City, Georgia. Frauen aus
der Metropole Atlanta trafen sich dort normalerweise jede Woche zum Kaffee und
einem Bibelstudium. Dieser Dienst machte einen drastischen Schritt nach vorne,
als Mary Francis beschloss, dass sich keine Bibelstudiengruppe mehr treffen
konnte, es sei denn, sie integrierte irgendeine Form des Dienens in der Stadt.
So begannen sie Atlanta “auf den Straßen und an den Hecken“ durchzukämmen, auf der Suche nach Frauen, um
die sich keiner kümmerte. Sie fanden Kassiererinnen, Angestellte im
Lebensmittelsektor, Frisösen, alleinerziehende Mütter, das Frauenhaus,
Stripperinnen und Prostituierte. Mary Francis nennt ihren Dienst „Wellspring of
Living Water“ (Quelle lebendigen Wassers). Das Ziel von Wellspring ist es, die
Frauen in der Gemeinde dazu zu motivieren, sich um die Frauen, die sich
außerhalb der Mauern der Gemeinde befinden, zu kümmern.
Mary Francis beabsichtigt, „die Frauen von Atlanta
zu retten“ und das beginnt mit den Frauen, die Sonntag für Sonntag in den
Bankreihen der Gemeinde sitzen. Sie ist der festen Überzeugung, dass Menschen
geistlich nicht zur Reife gelangen können, wenn sie sich nicht selbst an andere
verschwenden. Dadurch dass sie „dem Kleinsten unter ihnen“ dienen, laden sie
die Gegenwart von Jesus in ihren Dienst ein. (Matth. 25, 31-46). Menschen erleben eine
Berührung und werden verändert.
Gemeinden wie die Vineyard Community Gemeinde von
Cincinnati haben zudem festgestellt, dass es leichter und effizienter ist,
schon bestehende kleine Gruppen anzuwerben, sich in Diensten und Projekten zu
engagieren, als geistliche Gabentests durchzuführen und dann Einzelne dazu zu
bewegen, sich irgendwo zu engagieren. Mit Freunden zusammen kann man nahezu alle
Dienste tun. Jeden Samstag schicken sie Teams in die Stadt, die dort den
Menschen praktisch helfen und zwar durch „vorher nicht geplante Gesten der
Freundlichkeit, die ohne Ansprüche zu erheben, von Gnade bestimmt sind“. So
kann man sie beispielsweise damit beschäftigt sehen, umsonst Coke zu verteilen oder Autos zu waschen. Steve
Sjogren, der Pastor, der die Gemeinde gegründet hat, beschreibt ihre „Evangelisation
durch praktisches Dienen“ als „die Demonstration der Freundlichkeit Gottes
durch das Angebot irgendeiner bescheidenen Geste des Dienens, an die keinerlei
Verpflichtung geknüpft ist.
Es geht nicht so sehr um das Weitergeben
irgendwelcher Informationen, sondern vielmehr darum, Liebe erfahrbar zu
machen.“ Hauptpastor Dave Workman merkt an, dass seine Gemeinde der Ansicht
ist, dass zwischen 12-20 positive „Zusammenstöße“ oder erfrischende Begegnungen
mit der Gemeinde nötig sind, bevor Menschen sich Christus zuwenden. Diese
kleinen Gesten des Dienens bringen Menschen dazu, sich auf Jesus hin zu
bewegen. Obwohl diese Dienste mit keinerlei Verpflichtungen verknüpft sind,
erleben sie jedes Jahr, wie Hunderte zum Glauben kommen. In Stein gemeißelt
stehen über dem Eingang der Kirche folgende Worte: „Kleine Dinge, die mit Liebe
getan werden, verändern die Welt.“ Steve Sjogrens Mahnung an Gemeindegründer
lautet:“ Beginnt nicht eine neue Gemeinde…fangt an, eurer Stadt zu dienen.
Dient den Menschen mit Liebe und wenn ihr euch um die kümmert, die keiner will,
werdet ihr am Ende die haben, auf die es jeder abgesehen hat.“
Die First Baptist Gemeinde von Leesburg in Florida
(20 000 Einwohner) hat einen dauerhaften Einfluss auf ihre Stadt durch ihren „Fleischwerdungsdienst“
(Joh, 1, 14), auch ‚Dienstevangelisation’ genannt. Diese Gemeinde hat über 70 Teams
hervorgebracht, die den körperlichen, emotionalen und geistlichen Nöten und
Bedürfnissen der Menschen in Leesburg begegnen. Durch ihr Männerwohnheim,
Frauenhaus, ihren Wohltätigkeitsdienst, ihr Kinderheim und ihre Gruppe für
Schlüsselkinder usw. führen sie regelmäßig Hunderte zu Christus und verhelfen
ihnen durch Jüngerschaft zu geistlicher Reife. Ihr Hauptpastor Charles Roesel
(seit 1976) sagt: “ Das Evangelium wird nur dann auf biblische Weise
weitergegeben, wenn der Fokus auf die ganze Person gerichtet ist,
einschließlich ihrer Verletzungen und Nöte und dadurch, dass die gesamte
Gemeinde in den Dienst an diesen Personen und ihrer Hinführung zu Christus
involviert ist. Und genau das ist das Wesen von Dienstevangelisation.“
Erwin McManus von der Mosaik Kirche im Osten Los
Angeles’ erklärt, dass der eine große Faktor, der die Menschen in seiner
Gemeinde dazu bewegt, da zu bleiben, nicht persönliche Betreuung oder der
Anschluss an eine Kleingruppe ist, sondern die Beteiligung an irgendeinem
Dienst an Menschen aus der Stadt, und das von Anfang an. Wenn
Gemeindemitglieder zu ihm kommen mit der Erwartung, dass die Gemeinde doch ihren
Nöten und Bedürfnissen begegnen sollte, ist seine Antwort: „Ihr seid die
Gemeinde und wir sind zusammen dazu berufen, den Nöten und Bedürfnissen der
Welt zu begegnen“. Mehr als 1800 Mitglieder stimmen dem zu. Wir wachsen und
werden geheilt, wenn wir andern dienen.
Vielleicht ist es das, was Jesaja (Jesaja 58, 6-8)
im Sinn hatte, als er Gottes Wort an sein Volk niederschrieb: „ Ist nicht das
ein Fasten, wie ich es liebe: dass ihr ungerechte Fesseln öffnet, dass ihr die
Knoten des Joches löset, dass ihr die Bedrängten freilasst und jegliches Joch
wegreißt, dass ihr dem Hungrigen euer Brot brecht und arme Verfolgte in euer
Haus führt…? Dann wird euer Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und eure Heilung wird rasche Fortschritte machen.“ Was wird geschehen, wenn wir uns mit nichts
weniger zufrieden geben, als dass 100% unserer Gemeindemitglieder sich in
irgendeiner Form an einem sinnvollen Dienst für die Menschen in der Stadt
beteiligen? Die Einzelnen (oder die Kleingruppe) könnten ihren Bereich und das
Maß ihres Einsatzes (von einmal pro Woche bis einmal im Jahr) frei wählen, eine
Nichtbeteiligung aber wäre keine akzeptable Möglichkeit.
5) Von einer Verdopplung der sozialen Dienstleistungen
und Dienste, hin zu Partnerschaften mit schon existierenden Dienstleistungs-
und Dienstangeboten. „Zwei sind besser als einer allein,
denn sie erhalten einen guten Ertrag aus ihrer Arbeit“ Prediger 4,9) Nahezu
jede Stadt und jeder Landkreis hat eine Anzahl an sozialen
Dienstleistungsagenturen, die eine moralisch positive Einstellung haben und
geistlich eine neutrale Haltung einnehmen und sich verausgaben, um den Nöten
und Bedürfnissen der Menschen zu begegnen, die zu wenig Hilfe bekommen und
minderbemittelt sind. Solche Organisationen umfassen die örtliche Essensausgabe,
das Obdachlosenheim, Notunterkünfte für Familien, Frauenhäuser für misshandelte
Frauen usw. Daneben gibt es Kirchen- und Gemeindedienste, sowie gemeindeübergreifende
Dienste, die effektiv einer speziellen Zielgruppe dienen (der Geschäftswelt,
Jugend, Kollegestudenten usw.) Warum nicht, anstatt einen neuen Dienst zu
beginnen, Partnerschaften mit schon existierenden Gruppen bilden, als
Partnerdienste einer örtlichen Gemeinde? Es besteht eine große
Wahrscheinlichkeit, dass Menschen aus der betreffenden Gemeinde schon in
einigen dieser Organisationen engagiert sind. Warum nicht die gegenwärtige städtische
Energie nutzen und „Synergie“ schaffen?
Die Bibel
ist voll von Beispielen darüber, wie
Gott säkulare Menschen in Zusammenarbeit mit seinem Volk dazu gebrauchte, seine Absichten zu
erfüllen. Man denke nur an Joseph und den Pharao, Nehemia und Artasasta, an
Esther und den König Ahasveros. Anstatt das jede Gemeinde ihr eigenes
Lebensmittellager aufbaut, könnt man sich doch mit der
Lebensmittelverteilstelle des Bezirks zusammentun. Wenn bedürftige Menschen nach Lebensmitteln
fragen, könnten die Gemeinden diese zu ihren „Partnerdiensten“ schicken. In
unserem Stadtgebiet Boulder County besitzt „Big Brothers Big Sisters of America“
(Große Brüder und große Schwestern von Amerika) eine Liste mit 200 Jungen, die
darauf warten, einen älteren Mentor zu bekommen.
Von wie vielen
Gemeinden aber kann man hören: „ Irgendwann in nächster Zeit würden wir gern
ein Mentorenprogramm für Jugendliche starten.“ Was hält uns davon ab, mit BBBSA
eine Partnerschaft einzugehen? BBBSA kann ruhig die Kosten und die Überprüfung
der Bewerber übernehmen. Es gibt keinen Grund einen zweiten Dienst aufzubauen,
wenn er bereits schon vorhanden ist und seinen Auftrag erfolgreich erfüllt. Man
stelle sich vor, was für ein gutes Gefühl es wäre, wenn in unserem Gemeindeinfo
nicht nur die verschiedenen Klein- und Bibelstudiengruppen aufgeführt wären,
sondern auch eine Liste mit 20-30 „städtischen Partnerdiensten“. Vielleicht
können wir unsere Stadt aktiv mit der Liebe von Jesus Christus lieben, durch
Agenturen und Mechanismen die schon existieren. Die meisten sozialen
Dienstagenturen brauchen, was die Gemeinde ohne Umwege liefern kann –
fürsorgliche Freiwillige, finanzielle Unterstützung und sogar Räume. Für
solche, die dienen und helfen wollen, steht die Tür immer offen. Wir bilden
Partnerschaften, aber nicht wegen irgendeiner Theologie, sondern wegen unserer
gemeinsamen Sorge und Liebe für die
Stadt.
Rick Rusaw ist
Pastor einer 2900 Mitglieder starken Gemeinde in Longmont Colorado genannt
LifeBridge Christian Church (christliche Gemeinde Lebensbrücke). Vor einigen
Jahren traf die LifeBridge Kirche eine bewusste Entscheidung „sich um ihre
Stadt zu kümmern“. Sie luden die örtlichen sozialen Dienstagenturen ein, ihr
Gelände für ihre Angebote zu nutzen und ermutigten ihre Gemeindemitglieder sich
in das Leben der Stadt einzubringen. „Wir hielten einfach Ausschau nach
Möglichkeiten, der Stadt zu helfen“, erklärt Rick. „So entschlossen wir uns
beispielsweise, nicht selbst eine christliche Schule zu gründen, sondern uns
daran zu beteiligen, dass den Nöten und Bedürfnissen der existierenden
öffentlichen Schulen unserer Stadt abgeholfen wurde. Wir brauchen nicht
duplizieren, was schon vorhanden ist.“
Als letztes Jahr
ein Schüler der Highschool Selbstmord beging, rief der Schuldirektor Rick bei
LifeBridge an und fragte, ob er nicht für drei Tage 20 Seelsorger
vorbeischicken könne, um Zeit mit den Kindern auf dem Schulgelände zu verbringen. Auf die Frage, wie sie denn einen derartigen
Zugang zu einer öffentlichen Highschool bekommen hätten, antwortete Rick, dass
er dieselben 20 Leute hin geschickt habe, die dort bei Veranstaltungen immer
die Stühle aufgestellt und die Weitsprunggrube das ganze Jahr über sauber
gehalten hätten. Diener haben immer
Zugang zum Palast der Könige. Im Dezember letztes Jahr haben über 1300 Mitglieder
von LifeBridge in ihrer „Dienstzeit“
tausende von Stunden, der Stadt mit irgendwelchen Dingen praktisch geholfen. In
Zusammenarbeit mit 29 Sozialdienstagenturen und örtlichen Einrichtungen reinigten
sie drei Grundschulen vom Keller bis zum Dach und verbrachten weitere 6 Wochenenden
damit, eine mobile Wohnanlage instand zu setzen.
Fünf
Automechaniker von LifeBridge haben über 300 Autos von alleinerziehenden
Müttern in der Longmontgegend gewartet. Erst vor kurzem präsentierten die
Mitglieder von LifeBridge 5000 neue Möglichkeiten ihrer Stadt praktisch zu
helfen. Rick fasst seine Verpflichtung Lonmont gegenüber so zusammen: „Früher
dachte ich, ich könnte die Welt verändern. Jetzt will ich einfach nur den
Flusslauf ändern….nicht dadurch, dass ich am Ufer stehe und mir die Seele aus
dem Leib brülle, sondern indem ich mich selbst ins Wasser begebe. Um die
Wahrheit sichtbar zu machen muss aus dem Eigenschaftswort „christlich“ ein
Tätigkeitswort werden „Christ sein.“ Im vergangenen Jahr erschienen sie 30-mal
auf der Titelseite der Lokalzeitung (hauptsächlich aus positivem Anlass). Ihre
Hingabe an ihre Stadt ist ihr Brief „bekannt bei allen und gelesen von allen“
(2. Kor. 3,2)
6) Von einer Gemeinschaft zu einer funktionsfähigen
Einheit. Es gibt gewichtige Argumente dafür, dass es in
einer Stadt oder einem Landkreis eigentlich nur eine Kirche/Gemeinde (bestehend
aus allen Gläubigen) gibt, die sich an verschiedenen Versammlungsorten überall
in der Stadt trifft. In Philipper 2,2
bittet Paulus, „ …und macht meine Freude vollkommen, indem ihr eines
Sinnes seid, dieselbe Liebe aufrechterhaltet, vereint im Geist und ausgerichtet
auf ein Ziel.“ Einzig und allein die Einheit, die sich um die Vision herum
bildet, eine Stadt transformiert zu sehen, ist stark genug, um Pastoren, Kirchen und
Gemeinden verschiedener Denominationen zusammenzuhalten. Jack Dennison von CitiReach (Stadtfürsorge) schreibt: „Auch wenn
belastbare Beziehungen die Grundlage für Einheit sind, dürfen wir uns nicht
damit zufrieden geben. Ich beobachte in einer Stadt nach der andern, dass
Einheit zum Selbstzweck wird. So können wir wiederholt Bemühungen verfolgen,
die Einheit demonstrieren sollen, angefangen bei Anbetungsveranstaltungen für
die ganze Stadt, über Gebetsnächte…zu anderen, vergleichbaren Ereignissen. Diese
Einsätze ……sind hervorragende Symbole für unsere Einheit, aber sie haben selten
tatsächliche Substanz zur Folge. Sie vermitteln uns ein erhebendes Gefühl und
manchmal ist das Ergebnis auch ein seitenlanger Bericht in einer Tageszeitung,
aber die Städte bleiben unverändert.“
Kirchen und Gemeinden
um ein gemeinsames Ziel herum zu vereinen, ist besser als den Versuch zu
unternehmen, eine Zusammenarbeit der Kirchen/Gemeinden um ein Projekt herum
zustande zu bringen. Wir richten uns
darauf aus „ in Einheit dieselben Ziele für unsere Stadt, unseren Landkreis zu
verfolgen, wobei jeder Teilnehmer für sich selbst bestimmt, welche Rolle er dabei
spielen will, welche Aufgabe er übernehmen will.“ Eine funktionsfähige Einheit
schließt natürlich kooperative Bemühungen nicht aus, aber eine funktionsfähige
Einheit beinhaltet auch, dass jede Kirche/Gemeinde mit einem gewissen Grad an
geheiligter Unabhängigkeit handeln kann und nicht auf die Erlaubnis von andern
warten muss, um der Stadt zu dienen, solange sie auf die Vision einer gesunden,
transformierten Stadt hinarbeitet, auf die sich alle geeinigt haben. Die
Transformation einer Stadt beginnt an der Kreuzung, wo die Nöte und Bedürfnisse
und der Traum einer Stadt aufeinandertreffen, die Berufung und Fähigkeiten der
Kirchen/Gemeinden und die Aufträge und die Wünsche, die Gott für die Stadt hat.
Im Jahr 1990
begannen Pastoren und christliche Leiter in Fresno/Kalifornien „getrieben vom nagenden
Leiden in der Stadt“, ein
Leiterschaftsteam zu bilden, das verschiedenste Bereiche miteinander
verknüpfte, und um für ihre Stadt zu beten. Dadurch dass ihnen Barmherzigkeit
wichtiger war als Macht, war diese „namenlose Gemeinschaft“ der Beginn einer
nie dagewesenen Zusammenarbeit, nicht nur zwischen den verschiedensten
Gemeinden, sondern auch zwischen der Kirche/Gemeinde und anderen
Organisationen, die der Stadt dienten. Dadurch das „Leiter, deren Wege sich oft
niemals kreuzen, zusammengebracht wurden“, durch das, was inzwischen unter dem
Slogan „Eins zu eins Leiterschaft“ bekannt geworden ist, wird „Geografie in
Stadtleben umgesetzt“ vermittels Mentoring, Ausbildung, einem städtischem
Lagerhaus, vermögensgestützter Stadtentwicklung, Partnerschaften zwischen der
Polizei und den Kirchen und einer Unzahl von weiteren Aufgaben, die in der
Stadt wahrgenommen werden. „ Es funktioniert, weil wir uns lieben, uns vertrauen und uns gegenseitig
rechenschaftspflichtig sind“, sagt Paul Binyon, ein Pastor aus Fresno. Andere
Städte wie etwa Huston, Pittsburgh, Jacksonville, Little Rock, New York City
und noch viele mehr, erleben Veränderung, weil die Kirche/Gemeinde als Ganzes um
eine gemeinsame Vision herum zusammenkommt, ausgerichtet auf das, was die Stadt
durch sinnvolle Dienste und Dienstleistungen werden kann.
7) Anstatt die Stadt zu verurteilen,
die Stadt zu segnen und für sie zu beten.
Jeremia 29 beginnt mit
den folgenden Worten:“ Dies ist der
Inhalt des Schreibens, das der Prophet Jeremia von Jerusalem aus an…..alles
Volk das von Jerusalem nach Babylon entführt worden ist, schickte.“ Was dann folgte, waren Anweisungen in Bezug
darauf, wie sie als Fremde in dem fremden Land leben sollten. Sehen wir uns
einmal eine Ermahnungen an: „Suchet den
Frieden und das Wohlergehen der Stadt in die ich euch habe wegführen lassen. Betet
für sie zum Herrn, denn wenn es ihr gut geht, wird es auch euch gut gehen.“ (Vers
7).
Viel zu lange schon haben
wir als Kirche/Gemeinde unsern Städten gegenüber eine feindliche Haltung
eingenommen. Die hoch aufragende Kirche hat sich bisher außerhalb der Stadt
aufgestellt und sie mit päpstlichen Verurteilungs- und Verdammnissalven
beworfen, einschließlich derjenigen, die versuchen ihr zu dienen. Vielleicht
ist es Zeit, dass wir anfangen die Stadt zu segnen, indem wir die segnen, die
sich selbst an die Stadt verschwendet haben. Die Pastoren unserer Gemeinschaft in Colorado haben damit
begonnen Beamte der Stadt und einflussreiche Persönlichkeiten zu ihrem monatlichen
gemeinsamen Mittagessen einzuladen. Der Bürgermeister, der Polizeichef, der
Bezirksstaatsanwalt, der leitenden Redakteur der Tageszeitung, der Universitätspräsident,
sie alle haben zu dieser Gruppe von Pastoren gesprochen. Nachdem diese Gäste
ihre Rede vor der Versammlung beendet hatte, erhielten sie Gebet - die Pastoren
dankten Gott für diese Leute und baten Ihn, diese im öffentlichen Dienst der
Stadt Beschäftigten zu segnen. (1. Tim. 2,14). Jeder kann die Stadt verfluchen,
aber Pastoren befinden sich in der einzigartigen Lage, die Stadt wirklich
segnen zu können und damit auch ihre Bevölkerung.
Die Christen in Little
Rock haben bisher jedes Jahr eine andere Gruppe von Beschäftigten im
öffentlichen Dienst bei ihrem jährlichen „Fest der Anteilnahme“ geehrt - die
Polizei, die Feuerwehr, Lehrer, usw. Im
vergangenen Jahr hat Pastor Adam Hamilton der United Methodist Church of the
Resurrection (Vereinigte Auferstehungsmethodistenkirche) COR, den Namen von
jedem Lehrer, Verwaltungsangestellten und Beschäftigten des Schulbezirks von
Kansas City verteilt – einen für jeden der anwesenden 5700 Leute. Er bat die
Einzelnen, regelmäßig für diese Person zu beten und ihr eine Karte mit einer Ermutigung oder
Wertschätzung zukommen zu lassen. Die Reaktion war überwältigend. Aufgrund
dieser strategischen Segnungsaktion haben hunderte und aberhunderte von COR
Mitgliedern ihre Hilfe angeboten und unterrichten nun die Kinder von Kansas
City…und transformieren so die Stadt. Vielleicht wird ja die nächste große
Versöhnungsaktion zwischen der Stadt und der Kirche/Gemeinde stattfinden.
Wir müssen unsere Städte
und Landkreise nicht nur segnen, sondern auch für sie beten. Das Maß unseres
Einflusses auf unsere Städte wird proportional zu der Effektivität sein, in der
jeder einzelne einflussreiche Bereich (Lehrer, Professoren, Ausbilder,
Erzieher, Geschäftsleute und Unternehmer, Polizei, die Künste, Leiter der
Stadtverwaltung, Sozialdienste, usw.) Gebet empfängt. In Jacksonville beten
jeden Tag 230 Gemeinden für jeden einzelnen Polizisten durch ihr „Adopt-a-Cop“ (Adoptiere
einen Polizisten) Projekt. Zwei mal im Jahr versammeln sich mehr als tausend
Menschen zur Fürbitte für die Stadt. In Houston, Doug Stringer von Turning
Point Ministries (Wendepunkt ; Jemand denkt an dich, Houston) schreibt, das
mehr als 75% der 4455 Quadratkilometer von Houston nun täglich von der Gemeinde
dort mit Gebet abgedeckt werden. Überall in unserem Land, durch organisierte
Anstrengungen wie „Concert of Prayer“ und die Bewegung „America’s Lighthouses of Prayer“ brechen
Mauern zusammen. Für Einzelne und ganze Städte und Landkreise wird gebetet. Die
Kirche/Gemeinde versöhnt sich mit der Stadt, in der sie sich befindet.
8) Nicht
länger der Pastor einer Gemeinde, sondern der Pastor eines Pfarrbezirks.
„Als sich
Jesus Jerusalem näherte und die Stadt sah, weinte er über sie….“(Luk 19, 41)
Ein Gemeindeverband
besteht aus Menschen, die die Ortsgemeinde in einer bestimmten Stadt
besuchen. Der Pastor geht davon aus, dass diese Gemeinde die Herde ist, die er
taufen, verheiraten und begraben muss. Sie beansprucht seine Zeit und Energie.
Es ist jedoch eine andere Sache sich in einem Pfarrbezirk zu befinden. Er
unterscheidet sich dadurch, dass er einen geographischen
Verantwortungsbereich darstellt. Eine
Gemeinde ist eine Unterabteilung eines Pfarrbezirks. Worin genau also besteht
der Unterschied? In einem Pfarrbezirk zu sein, gewährt einem das gottgegebene
Recht, jedem in der Stadt zu dienen, egal ob er Teil der Gemeinde ist, oder
nicht. Ray Bakke, theologischer Experte für Stadtgebiete erläutert diesen Punkt indem er schreibt,
dass jeder Pastor zwei Funktionen hat: 1) für die Mitglieder Pastor 2)
Kaplan für den Rest der Stadt zu sein.
Rich ist Pastor einer kleinen Gemeinde in unserer
Stadt, die nur aus 70 Mitgliedern besteht. Er hat aber einen Pfarrbezirk, der mehr
als 90’000 Menschen umfasst und hat nun
seinen Dienst bequem aufgeteilt zwischen dem städtischen Sozialdienst und der
Gemeinde der Gläubigen. Sein Büro ist das örtliche Kaffeehaus. Sein Werkzeug
sein Handy und sein Laptop. Rich ist derjenige, den Gott dazu gebraucht hat,
die geistlichen Leiter unserer Stadt zu den monatlich stattfindenden
Bündnistreffen für Pastoren zusammenzubringen. An vielen Tagen tut er kaum
etwas anderes, als durch die Stadt zu gehen und Fürbitte für sie zu leisten.
Jesaja 61, 1-6 beschreibt womit die belohnt werden, die „ Wiederaufbau
leisten….wiederherstellen…(und) die Stadt erneuern.“ Es ist die Stadt, die
ihnen ihre Titel verleiht—„ Und ihr werdet Priester der Herrn genannt werden,
ihr werdet Diener unseres Gottes heißen“ (Jesaja 61,6)
9) Vom Hörensagen und Spekulieren
zu verlässlicher Information
Es waren zwei
Informationen, die die Richtung von Nehemias Leben derartig veränderten, dass
daraus die Transformation einer Stadt resultierte. In Nehemia 1 erfuhr Nehemia,
dass die Mauern und Tore Jerusalems in Trümmern lagen und ihre Bewohner unter
großer Not litten. Diese beiden präzisen Informationseinheiten waren der
Katalysator für Nehemias Gebete und Pläne, eine in Trümmern liegende Mauer und
ein zerschlagenes und gedemütigtes Volk wieder herzustellen. Seine Last, die
Stadt zu transformieren, resultierte aus einer präzisen Information.
Desgleichen brauchen auch wir zutreffende Informationen über die tatsächlichen Nöte
und Bedürfnisse unserer Stadt, unseres Landkreises und ebenso die Mittel, die
uns zur Verfügung stehen, um diesen Nöten und Bedürfnissen zu begegnen.
Sind wir über die
Demographie unserer Stadt im Bilde? Kennen wir die Anzahl der Kirchen und
Gemeinden? Kennen wir die geistliche Geschichte unserer Stadt? Ray Bakke
schreibt, dass wir in diesem Prozess, die Nöte und Bedürfnisse der Stadt
ausfindig zu machen, die Nöte und
Bedürfnisse der Menschen als solches erfassen müssen (arm, benachteiligt,
Kinder, Alte, Alleinerziehende, Behinderte, Inhaftierte, Kranke, Entfremdete,
Unangepasste usw.) sowohl als auch die spezielle Art (körperlich, geistlich,
moralisch, seelisch, sozial, mental). Auf den größten Teil dieser Informationen kann
einfach über die örtlichen Sozialdienste und das Statistikbüro Zugriff genommen
werden. Wir müssen auch das in unserer Stadt vorhandene geistliche Kapital identifizieren – die Anzahl der
Glaubensgemeinschaften und Gläubigen. Zusammen geben uns diese beiden
Nachforschungsergebnisse ein Bild von unserem „Missionsfeld“ und unseren
„Missionsstreitkräften“. Bewaffnet mit präzisen Informationen können wir am
besten entscheiden, was nun weiter zu tun ist.
Im Jahr 1994 startete der 21 Jahre alte Pastor
Matthew Barnett das Los Angeles „Dream Center“ (Traumzentrum) indem er seine
nähere Umgebung durchstreifte, auf der Suche nach Nöten und Bedürfnissen, um
die sich niemand kümmerte. Heute hat das Dream Center „die Kirche, die niemals
schläft“ 50 Stadtquadrate adoptiert (2100 Wohnungen und Häuser), denen sie mit
einer Anzahl von 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern dient. In seinem
Franziskanischen Krankenhauscampus werden 400 Menschen beherbergt, die an einem
Rehabilitations- und Jüngerschaftsprogramm teilnehmen und mehr als 25'000
weitere Menschen werden pro Woche verköstigt. Es unterhält einen kostenlosen,
24 Stunden geöffneten, Klinikbetrieb, eine mobile medizinische
Versorgungseinheit und Dutzende von effektiven weiteren Dienstgruppen, die die
Nöte und Bedürfnisse aufspüren und ihnen abhelfen. Eine Menge von Kirchen und
Gemeinden überall in unserem Land haben dieses Programm „Adoptiere einen
Straßenzug/ ein Stadtquadrat“ als Vehikel aufgegriffen, durch das sie
diejenigen, die um sie herum leben, aufrichten können.
Die Pastoren unserer Stadt Boulder in Colorado,
registrierten, dass sie verschwindend wenig über die anderen Einrichtungen
wussten, die unserer Stadt dienten. Sie entschlossen sich, eine „Magic Bus
Tour“ (etw. geheimnisvolle Bustour), die eine Tag dauern sollte, zu
organisieren, um sich mit den verantwortlichen Leitern dieser Einrichtungen zu treffen,
weil sie herauszufinden wollten was genau diese machten und welche Hilfe sie
benötigten. Sie besuchten das örtliche Obdachlosenheim, die Lebensmittel- und
Essensausgabestelle, den Kinderhort, die Krankenhaus, ein Heim für weggelaufene
Jugendliche, das AIDS Projekt usw. – insgesamt acht Einrichtungen. Es war der Anfang einer brückenbildenden
Beziehung zwischen der Glaubensgemeinschaft und der Stadt, aus dem heraus eine
neue Offenheit, Heilung und Freundschaften entstanden. Unsere Pastoren dienen jetzt
den AIDS Patienten und nutzen ihre Kirchen partnerschaftlich, wenn beispielsweise
nachts die Schlafplätze im Obdachlosenheim nicht ausreichen. Ein Pastor, der
AIDS Patienten derzeit einmal pro Woche das Essen bringt, wurde durch zwei
Faktoren in diesen Dienst hineingezogen – „Das war eine Gruppe von Menschen,
die so sehr die Gnade Gottes nötig hatte und gleichzeitig eine Gruppe von
Menschen, die bei mir äußerstes Unbehagen auslöste und so kam ich zu dem
Schluss, dass das genau das wäre, was Gott von mir wollte. Und dieser Dienst
verändert mein Leben, wie nichts sonst.“
10) Vom
Lehrer zum Lernenden. „Jeder sollte schnell
sein zu hören, langsam zum reden…“ (Jakobus 1,19). Es ist aufschlussreich herauszufinden, dass
für die historischen schwarzen Gemeinden Amerikas ganzheitliches Dienen gar
kein neues Konzept ist. Sie haben noch nie an dem Versuch gekrankt, wirksame
Evangelisation von sozialer Gerechtigkeit zu trennen, oder von der
Notwendigkeit den Nöten und Bedürfnissen um sie herum zu begegnen. Das war
schon immer ihre Art Gemeinde zu leben. C. Erik Lincoln und Lawrenz H. Mamiva
berichten in ihrem Buch „The Black Church in the African American Experience“ (Der
schwarze Gemeinde und ihre afrikanisch-amerikanische Erfahrung) über 2150
schwarze Gemeinden, die sie untersucht hatten. Nahezu 70% davon arbeiten mit
Sozialdiensten und nichtkirchlichen Organisationen und Programmen zusammen,
wenn es darum geht, die Probleme ihrer
Stadt anzugehen.
Kirchen und Gemeinden die effektiv sind, empfinden ihre Städte eher als einen Ort, der
viele Vermögenswerte statt vieler Probleme hat. Kirchen in New York City wie
etwa die Concord Baptist Church of Christ, Allen AME, Bethel Gospel Assembly,
desgleichen die in Los Angeles, als da wären, die First AME, Faithful Central
Bible Church und West Angeles COGIC haben eine Vorreiterrolle dabei
eingenommen, ihre Städte zu transformieren und zu schützen. John DiIulio, ein
früherer Direktor der Abteilung für glaubensbezogene und städtische Initiativen
im Weißen Haus, führt eine Studie von mehr
als 400 der grob auf 2000 geschätzten Gemeinden in Philadelphia an, die sich
aktiv für ihre Städte einsetzen:
·
Mehr als 90% der in der Stadt
ansässigen Gemeinden bieten soziale Dienste an, von Kindergärten und Vorschulen
bis zu Gefängnisdiensten, von Lebensmittelausgaben bis zu Krankenhäusern, von
Programmen für Analphabeten, Lesen und Schreiben zu lernen bis zu Tagesstätten
usw.
·
Der gegengerechnete Wert ihrer
Dienste in Philadelphia allein entspricht sehr vorsichtig geschätzt, im Jahr
etwa einer Viertelmillion Dollar (etwa 210'000 Euro)
Die Kirchen und Gemeinden
in den Vorstädten müssen von diesen innovativen Leitern und Diensten noch eine
ganze Menge lernen.
Und was ist nun der nächste
Schritt?
Aus Jesaja 65, 17-25 hat
Ray Bakke sieben Merkmale einer gesunden Gemeinschaft aus Gottes Sicht
herausgearbeitet:
Diese Auflistung stellt
eine Richtlinie für mögliche Marschbefehle dar. Der Geist Gottes ist an der
Arbeit. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die nächste bedeutende Bewegung,
die Gott initiiert, mit einschließt, dass die Kirche/Gemeinde wieder in ihrer
Stadt eingesetzt wird, wo sie in der
Weise, wie Gott das ursprünglich geplant hat, Sauerteig, Salz und Licht sein
kann. Werden wir mit Gott in diesem transformierenden Werk zusammenarbeiten? Um
des Evangeliums willen, um der Kirche und unserer Städte willen…lasst uns im
Glauben vorwärtsgehen!
Wie sehen
die nächsten Schritte aus?
Bibelstellen für weiterführende Studien:
Der Autor von “Ten Paradigm Shifts Toward Community
Transformation” (Engl. Titel):
Eric Swanson (eric@tangogroup.com) ist der leitende
Direktor von Leadership Network (www.leadnet.org) und arbeitet als Berater bei
CiteReach Int’l. (www.citireach.org).
Mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Buch- und
Videotipps Deutsch:
Verschiedene Bücher, die im Sektor „Transformation“
des Shops von Down to Earth vorgestellt werden:
Transformation 1 + 2 als DVD:
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=23&products_id=113
Transformation 1 – Gebet verwandelt Städte
(Hemet/Kalifornien, Kiambu/Kenia, Kali/Kolumbien, Amalonga/Guatemala)
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=23&products_id=39
Transformation 2 – Gottes Herrlichkeit breitet sich
aus (Kanadische Arktis, Uganda, Schottland/Hebriden).
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=23&products_id=40
Uganda – Transformation eines Landes
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=23&products_id=41
120 Tage Gebet für deine Stadt – Ein
Gebetsleitfaden
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=22_52&products_id=49
Apostel der Stadt. Wie visionäre Leiter Städte verändern
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=22_52&products_id=42
Das habt ihr mir getan. Engagiertes Christsein in
einer unfairen Welt.
http://www.inspirationshop.de/product_info.php?cPath=22_52&products_id=128
Internet-Tipps:
Um mehr über diese und
andere Transformationsdienste zu erfahren, können Sie auf folgende Seiten im
Web gehen:
http://www.gfberlin.de
: Gemeinsam für Berlin, ein Netzwerk zur Veränderung der Stadt.
Englischsprachige
Internet-Seiten
Allen AME—www.allencathedral.org
Bear Valley Church—www.bvchurch.org
Bethel Gospel Assembly—www.bethelgospelassembly.org
Calvary
Bible Evangelical Free Church—www.calvaryboulder.org
Church
in the City,
Church
of the Resurrection—www.cor.org
Circle
Urban Ministries /
Compassion Coalition, Knoxville, TN--www.compassioncoalition.org
CitiReach
International—www.citireach.org
Community
Church of Joy of
Concord
Baptist Church of Christ—www.concordcity.org
Episcopal
Church of the Ascension-- www.ascensiondallas.org
First
AME—www.famechurch.org
First
Presbyterian Church of Orlando—www.fpco.org
Ginghamsburg
UMC—www.ginghamsburg.org/ministry/mission
Harambee—www.harambee.org,
www.urbanonramps.org
Hope
Presbyterian Church of Memphis—www.hopepres.org
International
Renewal Ministries—www.multnomah.edu
King
of Glory Lutheran Church—www.kingofglory.com
LifeBridge
Christian Church—www.lbcc.org
Mariner’s
Church—www.marinerschurch.org/lighthouse
Metro
Link—www.metro-link.org
Mission
Mission
Arlington—www.missionarlington.org
Mission
Year (Bart Campolo)—www.missionyear.org
Mosaic
Church—www.mosaic.org
Northland—A
Church Distributed—www.northlandcc.net
One-by-One
Leadership—www.onebyoneleadership.com
Peace
Baptist Church-- www.geocities.com/peacemusic2001/peace.html
Potter’s House Christian
Fellowship—www.potters-house.org
Potter’s
House of Dallas—www.tdjakes.org
Ray Bakke, City
Voices—www.gospelcom.net/cv/
Rocky
Mountain Christian Church—www.rmcc.org
The
River Community,
Turning
Point Ministries—www.tpmi.org
Union
Bethel AME—www.ubame.org
Wellspring
of Living Water—www.wellspringoflivingwater.org
West Angeles COGIC—www.westa.org
Windsor
Village UMC—www.kingdombuilder.com
Author:
Steve Sjogren, Publisher: Nav Press, 2001
A
Biblical Word for an Urban World
Author:
Raymond Bakke, Publisher: Board of International Ministries, 2000
A
Theology As Big As the City
Author:
Ray Bakke, Publisher: Intervarsity Press, 1997
Deutsch: Gott in der City. Bei www.down-to-earth.de erhältlich.
An
Unstoppable Force
Author:
Erwin Raphael McManus, Publisher: Group, 2001
Author:
John Perkins, Publisher: Baker Books, 1993
Author:
Sider, Olson, Unruh, Publisher: Baker Books, 2002
City
of
Author:
Robert Linthicum, Publisher: Zondervan, 1991
City
Reaching: On the Road to Community Transformation
Author: Jack Dennison, Publisher: William Carey
Library, 1999
Author:
Tom White, Publisher: Vine Books, 2001
Auf Deutsch vom gleichen Autor: Apostel der Stadt.
Bei www.down-to-earth.de erhältlich.
Author:
Steve Sjogren, Publisher: Servant Publications, 1993
Authors:
Michael O. Emerson and Christian Smith, Publisher:
Fresh
Wind, Fresh Fire
Author:
Jim Cymbala, Publisher: Zondervan, 1997
Author:
Charles M Sheldon, Publisher Smithmark Publishers, 1992
Loving
Your City Into the Kingdom: City Reaching Strategies for a 21st
Century Revival
Author:
Ted Haggard and Jack Hayford, Publisher: Regal, 1997
Meeting
Needs, Sharing Christ
Author:
Charles Roesel, Publisher: Lifeway, 1995
Ministries
of Mercy : The Call of the
Author:
Timothy J. Keller, Publisher: Zondervan, 1998
Author:
Amy Sherman, Publisher: Crossway Books, 1997
Restoring
At-Risk Communities: Doing it Together and Doing it Right
Author: John M.
Perkins, Publisher: Baker, 1995, 2000
Revolution
and Renewal
Author: Tony Campolo, Publisher: John Knox Press,
2000
Signs
of Hope in the City
Authors:
Carle and Decaro Jr., Publisher: Judson Press, 1999
Somebody
Cares
Author:
Doug Stringer, Publisher: Regal, 2001
Taking
Our Cities For God: How to Break Spiritual Strongholds
Author:
John Dawson, Forward by: Jack Hayford
Publisher:
Creation House, 1989