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City Reaching eine Vision für unsere Städte
Gottes Geschichte mit den Menschen beginnt in einem Garten und
endet in einer Stadt: eine banale Er-kenntnis, aber von geistlicher
Brisanz. In den 12 grössten Städten der Welt leben heute
174 Mio. Men-schen. 94% der Nordamerikaner, 80% von Russland, 74%
von Südamerika und 73% von Europa leben heute in Städten.
Seit dem Jahr 2000 ist die Welt zum ersten Mal in der Geschichte
mehr städtisch als ländlich. Lange waren Städte ein
Inbegriff des Fluches, der Sünde und der Laster. Christen
und damit ihre Gemeinden - zogen in die Vororte. Heute ändert
sich das langsam. Leiter und Gemeinden lernen, dass die Stadt ihr
gemeinsames Missionsgebiet ist. Das "Transformation-Video"
gibt eindrückliche Beispiele sich verändernder Städte
(ich wähle bewusst diese Fom). Was kann Gott mit unseren Städten
und Regionen anfangen? Was geschieht bereits, was könnte geschehen?
Wo können wir beginnen?
Ein Land - Stadt für Stadt
Wie isst man einen Elefanten? Indem man ihn in kleine Stücke
schneidet, richtig. Wie "gewinnt" oder "durch-dringt"
man ein ganzes Land? Indem man es in überschaubare Einheiten
aufteilt. Tatsache ist: Nur wenige haben eine Vision/ einen Auftrag
für ein ganzes Land; Städte oder Regionen aber sind eine
Grösse, mit der sich die meisten Christen und Gemeindeleiter
identifizieren.
Es hat in den 90ern eine Reihe von Büchern und Initiativen
zu diesem Thema gegeben. Autoren wie John Dawson, George Otis, Ted
Haggard und Ed Silvoso haben die geistliche Bedeutung von Städten
herausgearbeitet. Jack Dennison hat mit dem City-Reaching-Konzept
begonnen, die DAWN-Strategie auf Städte anzuwenden. Wichtig
ist, dass man der Versuchung widersteht, ein Programm oder ein Modell,
das in Argentinien oder sonstwo entwickelt wurde und "funktioniert
hat", zu übernehmen. Wie überall geht es darum, nicht
Modelle zu kopieren, sondern Prinzipien zu kapieren - und sie dann,
geleitet vom Heiligen Geist, in grosser Originalität am eigenen
Ort umzusetzen.
Einige persönliche Beobachtungen
Ich lebe in einer Region, wo ich wie in einem Mikrokosmos viele
Tendenzen mitbekomme, die auch anderswo zu beobachten sind. Einige
Stichworte:
- Übergemeindliches Denken nimmt zu. Für den normalen
Christen an der Basis ist es in der Regel kein Problem mehr, Konferenzen,
Schulungen oder andere Anlässe zu besuchen, die entweder
von anderen Gemeinden oder regional abgehalten werden. Einheit
ist keine Theo-rie oder Pastorensache mehr.
- Immer mehr Christen wenden sich von der denominationellen hin
zur lokalen Orientierung. Vor allem für die Generation unter
40 ist es nicht mehr wichtig, welcher Denomination sie angehören.
Die Stadt (bzw. die Region) wird immer mehr zum Ort, wo man -
quer über die Gemeindegrenzen hinweg - seine Identität
und sein Wirkungsfeld hat
- Der charismatisch-nichtcharismatische Röstigraben wird
immer bedeutungsloser (wenn er auch noch nicht abgeschafft ist)
- Es ist eine deutliche Institutionsmüdigkeit zu beobachten,
gerade bei engagierten Mitarbei-tern. Intuitiv merken viele, dass
viele herkömmliche gemeindlichen Strukturen ungefähr
den Wirkungsgrad einer Edison-Glühbirne aufweisen: sie gibt
vielleicht 95% Wärme und 5% Licht ab; eigentlich wäre
sie aber nicht da, den Raum zu heizen, sondern zu erhellen.
- Auf der anderen Seite (oder vielleicht gerade darum) beginnen
immer mehr wache Christen, sich lokal (haus- oder quartierbezogen)
für die Menschen um sie herum zu engagieren: in Quartiergruppen,
Nachbarschaftsgebeten, Zell- und Hausgemeinden. Der Wunsch nach
einer Entschlackung innergemeindlicher Veranstaltungen und mehr
Zeit für die Welt um uns herum wird immer deutlicher.
- Die Forderung, "alle unter einem Dach" in einer klassischen
Pastorengemeinde zu betreuen, wird zunehmend zum schier unmöglichen
Spagat, der höchstens noch ganz grossen Gemein-den gelingt.
Verschiedene Gemeinden erkennen, dass sie innerhalb des Gemeinde-Spektrums
der Stadt verschiedene Gaben haben und stehen dazu, dass sie nicht
allen alles sein können.
- Eine Neue Generation schafft sich immer mehr eigene Formen.
Die klassische Jugendgruppe hat ausgedient; allenthalben entstehen
gemeinde-ähnliche Strukturen für junge Menschen.
Diese Trends z.T. schon seit Jahren zu beobachten - überkreuzen
und verstärken sich gegenseitig und sind in ganz Europa zu
beobachten. In immer mehr Städte
- Treffen sich Pastoren und Leiter, werden Freunde und übernehmen
gemeinsam die geistli-che Verantwortung für ihre Stadt oder
Region
- Beten Christen gemeinde-übergreifend und offensiv für
ihre Stadt, um Segen, Heilung und Veränderung von Missstände
- Entwickelt sich demnach ein "lokales Leib-Christi-Bewusstsein",
das sich zunehmend auch in gemeinsamen Treffen und Aktionen konkretisiert.
Eine Stadt erreichen, durchdringen und umgestalten fängt
an, wenn die Christen in einer Stadt ernst machen mit der Tatsache,
dass Gott nur einen Leib Christi in der Stadt sieht - und sie beginnen,
als dieser Leib zu handeln und geistliche Verantwortung für
diese Stadt zu übernehmen.
Wein und Schläuche oder: die Wechselwirkung von geistlicher
und struktureller Erneuerung
Ich habe in den letzten Monaten in der Schweiz enorm viele Christen
getroffen, die irgendwo zwi-schen den Strukturen stehen - suchend,
verunsichert, manchmal verletzt, aber offen und wartend. Überdurschnittlich
viele davon stehen übrigens im reiferen Lebensalter - so etwas
wie eine geistli-che Midlife-Crisis lässt viele ernüchtert
fragen: was hat mein jahrelanger Einsatz, was haben aber auch die
vielen grossen Versprechen gebracht? Wir hoffen immer mehr auf "die
Erweckung". Gebet, Fasten und Erweckungssehnsucht nehmen in
unserem Land zu. Neuer Wein wird allenthalben her-beigesehnt und
prophetisch erwartet. Viele fragen sich aber: Ist es nicht Zeit,
auch mal über neue Schläuche zu reden? Was wäre,
wenn die "Erweckung" mehr mit Strukturen zusammenhinge,
als wir es bisher realisiert haben? Was, wenn wir nicht nur "höher
in den Himmel", sondern auch "mehr run-ter auf die Erde"
müssten? Tatsache ist: Strukturen - die Art, wie sich ein Organismus
organisiert - haben auf die Wirksamkeit der Gemeinde einen viel
grösseren Einfluss als es viele "geistliche" Men-schen
gemeinhin erkennen (vgl. Christian Schwarz, Natürliche Gemeindeentwicklung).
Natürlich sind strukturelle Veränderungen in der Regel
schwierig. Arbeit an den Schläuchen "schlaucht".
Aber ich bin überzeugt, dass mancher herbeigesehnte und -erbetete
Erweckungsprozess dramatische Fort-schritte machen würde, wenn
man sich Fragen stellen würde wie
- wie können wir dem Leib Christi in unserer Stadt effektivere
Strukturen geben?
- Was könnten wir zusammenlegen, wo Synergien schaffen, Geld
und Zeit freisetze
- Wie kann die Gemeinde schlanker und damit fitter werden, der
Welt zu dienen?
- Was können wir gemeinsam besser tun als jeder für
sich allein?
Wie sieht es praktisch in unseren Ländern aus?
In der Schweiz und in Deutschland gibt es in einigen Städten
aktive Pastoren-und Leiternetzwerke. Diese Treffen haben in der
Regel folgende Schwerpunkte bzw. Ziele:
- Einheit
- Gebet
- Seelsorge aneinander
- Erneuerung und Erweckung
- Gelegentlich und begrenzt: gemeinsame Aktion
Das sind sehr ermutigende Zeichen und ein gewaltiger Fortschritt,
wenn man nur 20 Jahre zurückschaut. Standard-Vorwürfe
wie die Christen bekämpfen sich ja untereinander
oder die nehmen sich ja gegenseitig die Schäflein weg
gelten sicher nicht mehr wie früher. Man hat den Dialog gelernt;
Leiter treten aus ihrer Isoliertheit heraus und werden Freunde.
Das Gebet mit- und füreinan-der ist eine Basis, auf der man
aufbauen kann. Ueberhaupt: der Gebetsgeist nimmt zu.
Natürlich gehts nicht überall reibungslos ab: da,
wo man sich aufeinander einlässt, gibt es neue Herausforderungen
und Probleme. Folgende Schwachstellen von Stadt-Initiativen sind
mir in Gesprächen aufgefallen:
- Erweckung als Reizwort jeder füllt den Begriff mit
seinen Träumen, und wer kann denn schon dagegen sein?
- Verschiedene Vorstellungen von zusammen beten
über Gemeinschaft haben und ein-ander seelsorgerlich
begegnen bis hin zu Bonnke einladen und anderen
Grossaktionen ist alles vertreten. Wer gibt da eine Richtung hinein?
- Extra-Belastung für Prediger: wenn keine gemeinsame Strategie
da ist, für die wir uns alle einsetzen, wird ein Treffen
von Pastoren leicht als Zusatzbelastung und Extra-Aufwand empfunden
- Visionäre klinken sich aus: Leute, die wollen, dass etwas
geschieht, sind mit manchem Prediger-Treffen gelangweilt. Immer
wieder redet man über die selben Sachen, aber es kommt nichts
dabei raus habe ich einige Male gehört.
Solche Spannungen sind einerseits normal. Sie können aber
auch ein Anzeichen sein, dass einem Leitertreffen noch die klare,
gemeinsame Vision Gottes für die Stadt fehlt. Ab und zu
auf einer Retraite etwa - blitzt etwas davon durch; aber in den
Niederungen des Gemeindealltags gehen grosse Ziele gern wieder unter.
Paradigmenwechsel nötig
Für eine solche City-Vision braucht es einen Paradigmenwechsel
ein Umdenken in die Zukunft hinein. Eine neue Zeit erfordert
eine neue Art, wie wir unsere Gemeinden, unsere Städte und
unse-ren Auftrag anschauen. Ich bin überzeugt, dass sich dieses
Umdenken auf jeden Fall lohnt und möchte versuchen, es umrissartig
in 7 Thesen zu beschreiben.
1. Vom friedlichen "Komm-zu-uns" zum offensiven Hingehen
Wir leben nicht mehr im relativen Frieden eines christlichen Zeitalters,
sondern im Krieg. Es gibt auf Dauer keinen neutralen Zustand
unsere nachchristliche Gesellschaft wird sich schnell zur anti-christlichen
entwickeln. Andrew Wells schreibt: Es ist zu spät, unsere
westliche Gesellschaft als irgendwie von christlichen Standards
abgefallen zu betrachten und sie durch Predigen und Ueber-zeugen
zurückzubringen zu versuchen. Wir müssen denken und handeln
lernen wie Missionsgesell-schaften, die sich seit Jahrhunderten
mit nichtchristlichen Kulturen beschäftigen; sie haben Wege
entwickelt, diese Kulturen zu verstehen, in sie einzudringen, sie
zu erforschen und die Botschaft in ihre Sprache zu übersetzen
Es ist frappierend, wie viele Gemeinden noch voll in einer Komm-zu-uns-bei-uns-findest-du-Gott
Mentalität leben. Gott jedoch macht es uns deutlich:
Geht hin und macht zu Jüngern, sagte Jesus;
der Hirte geht hin, um das Verlorene zu suchen
(und lässt 99 Schafe dafür allein!),
die Frau stellt ihr ganzes Haus auf den Kopf, um eine Münze
zu finden
und der Sauerteig des Evangeliums wird in einem kraftvollen
Akt in den Teig der Welt hin-eingeknetet
wie sollen sie hören, wenn niemand hingeht
und wie sollen sie sehen, wenn es nicht sichtbar gemacht
wird?
Um die Stadt zu erreichen, müssen einzelne Gemeinden sich als
Geh-Strukturen, als offensive Vorposten des Reiches
Gottes sehen lernen und praktische Wege finden, das in ihrem Gemeindealltag
auszudrücken. Wo das nicht ist, wird die nach innen gerichtete,
erbauliche Mentalität auch dominieren, wenn sich 20 Pastoren
einer Stadt zum Gebet treffen. Vergessen wir nicht: die Gemeinde
ist der einzige Verein, der zum Wohl seiner Nichtmitglieder existiert!
Stadtweite Prozesse müssen der Stadt dienen und nicht nur die
Christen ein wenig besser organisieren.
2. Vom Gemeinde-Individualismus zur echten Ortsgemeinde
Die meisten Christen sind sich einig, dass die Gemeinde als lokale
und als universale Gemeinde existiert. Die Lokalgemeinde besteht
aus Gläubigen, die gemeinsam den Gottesdienst feiern, wäh-rend
die universale Gemeinde alle Gläubigen auf der ganzen Welt
umfasst. Im NT aber sehen wir klar eine dritte Struktur, die im
Moment weltweit wiederentdeckt wird: die Gemeinde in der Stadt.
Der Neutestamentler Rex Koivisto erklärt: "im neuen Testament
gibt es drei gundsätzliche Dimensionen von Kirche: die Gläubigen,
die sich häufig als Hauskirchen treffen; die Gläubigen,
die sich gelegentlich als Orts /Stadtgemeinde versammeln; und die
ganze Gemeinschaft der Gläubigen, die sich nicht an einem Ort
treffen können, von der aber jeder Gläubiger ein Teil
ist."
Paulus grüsst in Röm. 16 mehrere Male "die Gemeinde
in Häusern", schreibt den Brief aber "an die Christen
in Rom". Ich bin überzeugt, dass Gott nur eine Gemeinde
am Ort kennt, die sich in vielen Versammlungen und Gruppen trifft.
Natürlich befand sich Paulus in der beneidenswerten Lage, dass
es noch keine Denominationen und Konfessionen gab. Ich bin aber
überzeugt, dass hinter dem Aus-druck "die Christen in
Rom (Korinth, Houston, Zürich, Thun)" mehr als historische
Zufälligkeit steht. Der Wohnort oder die Region ist eine gemeinsame
Identifikationsgrösse der meisten Christen; es ist der Bereich,
wo wir am ersten und am natürlichsten Zeugen sind. Hier suchen
wir der Stadt Bestes. Persönliche Beziehungen geschehen selbst
im Internet-Zeitalter in der Regel regional, im Rahmen des natürlichen
Lebensraumes.
Der biblische Befund ist ziemlich eindeutig: die Ortsgemeinde ist
die grösste strukturelle Grenze, die die Gemeinde im NT hatte.
Das ist kein Zufall. Am Ort können Christen ein gemeinsames
Bewusstsein entwickeln und auch gemeinsam handeln. Bereits in einer
Provinz (einem Kanton) ist das viel schwieriger. Gerade in einer
Zeit, in der sich neue Hauszellen, -gemeinden und Quartiergruppen
entwickeln, ist die "Stadt-Schau" wichtig, damit die Gemeinde
am Ort sich nicht atomisiert, sondern eine gemeinsame Leib-Christi-Identität
entwickelt. Von dieser gemeinsamen Identität her bekommen die
Kleingruppen einen lokalen Bezugsrahmen und eine öffentliche
Identität: "wir gehören zur Regio-Gemeinde (Thun
oder Oberemmental oder Basel...)"
Aber auch die herkömmlichen Kirchen und Freikirchen könnten
von einer regionalen Dach-Identität ganz neue Bedeutung erhalten,
nämlich eine gabenorientierte: Gemeinde A ist gut in Sozialarbeit,
Gemeinde B hat eine hervorragende Bibelschule, während Gemeinde
C ausgesprochen prophetisch ist. Wiederum haben sich eine Menge
visionärer Jugendleiter in Gemeinde D angesammelt - warum muss
jede Gemeinde ihr kleines Jugendgrüppchen am Leben erhalten?
Wie, wenn die Stadt-Gemeinde gemeinsam die Gründung einer powermässigen
Jugendchurch für die verlorene Generati-on anpacken würde
- mit den besten Leitern der Stadt?
3. Vom falschen Entweder-Oder zur biblischen Kooperation
Das Neue Testament gibt uns - nicht zuletzt im Bild des "fünffältigen
Dienstes" - eine klare Ver-ständnis-Hilfe, nicht eine
Begabung gegen die andere auszuspielen. Paulus betet, dass die Gemeinde
die "Länge, Breite, Höhe und Tiefe" erkennt
(Eph.3.18) - wir sollen nicht nur "eindimensional" denken
und leben. Um in unseren Städten weiterzukommen mit dem Reich
Gottes, müssen wir eine multi-dimensionale Schau bekommen und
Wege finden, die verschiedenen Gaben in Synergie einzusetzen, statt
sie in Entweder-Oder´s zu neutralisieren.
Konkret: ich denke, in jeder Stadt hat es unter der geistlichen
Leiterschaft Begabungen in alle 5 Richtungen
- Nach oben: die Propheten, Beter und Fürbitter (visionaries)
Menschen, die weit in der unsichtbaren Welt leben, stark im Gebet
sind und Gottes aktuelle Weisung hören und erkennen können
- Nach vorn: die "Apostel" (pioneers)
Menschen, die innovativ und strategisch Neues entwickeln und pionierhaft
strukturelle Grundlagen legen (häufig übergemeindlich)
- Nach rechts: die Evangelisten (communicators)
Menschen, die das Evangelium so in unsere Kultur hineinreden,
dass es verstanden wird
- Nach links: die Hirten (carers)
Menschen, die sich konkret um das Wohl von anderen, vor allem
des Volkes Gottes, kümmern
- In die Tiefe: die Lehrer (trainers)
Menschen, die tief in der Schrift graben und andere in Lehre und
Praxis anleiten
Aus diesen verschiedenen Gaben - die übrigens keine neue Elite,
sondern - s. Eph. 4.11f - eine Trainingsstruktur sind - stellt sich
das Team von Leitern der Stadt zusammen. Die Hirten sind enorm wichtig
(Seelsorge!), die Lehrer sind nötig, um andere zu trainieren,
und die Evangelisten entwickeln effektive Wege, Menschen anzusprechen.
Wenn wir aber in unseren Städten substantiell vorankommen wollen,
müssen wir lernen, die Gaben des Propheten und die des Apostels
zur Synergie zu bringen gerade weil sie so unterschiedlich
ausgerichtet sind. Die Esras (Gebetsleiter) und die
Nehemias (die Aktivisten) müssen zusammenfinden.
Wolfgang Simson bringt es auf die kurze Formel: "Prophetisch
Hören - apostolisch-strategisch Handeln". Prophetische
Leute setzen ihre ganze Hoffnung auf Erweckung, und
die kommt senkrecht von oben. Apostolische Leute sind an substantiellen
Plänen und konkretem Aufbau interessiert. Beide müssen
lernen, sich zu ergänzen.
4. Vom "Einander stehen lassen" zum Miteinander-Gehen
Wenn wir die Dynamik des Reiches Gottes für eine Stadt wirklich
verstehen, dann kann es nicht nur darum gehen, dass wir einander
mit unseren verschiedenen Gaben "stehen lassen". Man kann
einander auch im Regen stehen lassen! Die Aufgabe, die Gott uns
stellt, ist, die Vielfalt dieser Begabungen in eine Dynamik umzusetzen
und zusammen einen Weg zu gehen.
Man kann dieses Umdenken noch etwas anders ausdrücken:
5. Von "Gemeinschaft" als Selbstzweck zu funktionaler
Einheit
In bezug auf Gemeinschaft haben wir in unseren Städten in
den letzten Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Heute gibt
es häufig innerhalb von Denominationen grössere Spannungen
als zwi-schen den Denominationen. Am Wohnort haben wir Gottesdienste,
Gebetstreffen und Jugendveran-staltungen, in denen die Einheit erfreulich
ist. Die theologische und beziehungsmässige Einheit hat eindeutig
zugenommen. Aber wir dürfen hier nicht stehen bleiben. Das
schöne Wort "Allianz" bedeutet nicht Kaffeetrinken
und Freude aneinander (so schön und wichtig das ist), sondern
laut Lexikon "Bündnis zum gemeinsamen Angriff". Wir
bestärken unsere Gemeinschaft immer wieder durch Worship-Nights,
Gebetstreffen, Jesusmärsche und Gottesdienste im Stadion. Das
alles sind wunderbare Symbole unserer Einheit, die Zeitungen berichten
vielleicht darüber, aber unsere Städte bleiben noch unverändert.
Carlos Mraida warnt uns davor, Einheit um ihrer selbst zu suchen:
"Der Brenn-punkt der Einheit der Kirche muss unser Auftrag
sein", schreibt er. "So lange Lehre oder Erfahrung die
Bereiche sind, um die sich unser Gemeindeleben dreht, werden wir
uns immer wieder trennen". Wir müssen alles tun, was wir
können, um auf allen Ebenen der Gemeinde sinnvolle Beziehungen
zueinander zu haben, aber es ist der Auftrag Christi, die Verlorenen
der Stadt zu erreichen, der uns langfristig auf dem gleichen Weg
hält. Der Vorteil: diese Art von Einheit verlangt keine Kontrolle
und keinen Konformismus; theologische Differenzen sind möglich.
Was der Einheit Kraft, Richtung und Bestand verleiht, ist der Auftrag.
6. Von "permanenter Evangelisation" zum Denken vom Ziel
her
"Wir brauchen nicht
noch mehr Strategien. Was wir brauchen, ist mehr Gebet"
Klingt gut, nicht wahr? Sätze wie diese
sind im Moment "in" und finden allenthalben Beifall.
Aber sind sie deswegen auch wahr? Ich halte das Entweder-Oder
von Strategien und Gebet für eine gefährliche Sackgasse:
1. Wir haben ja gar keine Strategien!
Auf eine Stadt oder ein Land bezogen, haben wir zwar manche
gute Ideen und ein paar taktische Methoden, die wir anwenden
(wie etwa den Alpha-Kurs), aber Strategien (im umfassenden,
langfris-tigen Sinne) haben wir noch kaum. Einer der Gründe
- das gilt besonders für die Schweiz - ist der Mangel
an wirklicher Führung und Leiterschaft auf Stadt-Ebene.
Wir sind gut darin, dass jeder ir-gendwo einen Beitrag gibt,
aber oft schwach, diese vielen verschiedenen Stimmen zu einem
Chor zu orchestrieren. Entweder will niemand Verantwortung
für eine dienende Leiterschaft übernehmen, oder
er wird demokratisch neutralisiert - mit Bedenken aller Art.
Wie viele mutige Ansätze werden gekillt, weil irgendjemand
irgendwo ein Problem hat! In einem förderalistischen
System langfristig wirklich etwas aufbauen, das ist eine Herausforderung!
Dieses Entweder-Oder, auf das ich immer wieder stosse, ist
letztlich auch ein Zeichen für
2. Das spiritualistisch-technokratische Dilemma
Christian Schwarz kommt das Verdienst zu, Klärung
in diesen Vorgang gebracht zu haben: sobald etwas nach "machbar"
riecht, treten garantiert die auf den Plan, die sagen, man
müsse "vor allem beten". Es gehe nicht um Organisation,
sondern um Organismus. Und alle nicken mit den Köpfen
und falten die Hände. Wie oft habe ich das erlebt! Natürlich
ist Beten das Entscheidende und die Quelle von allem
aber man wird den Verdacht nicht los, dass es bisweilen eine
Verlegenheitslösung ist, weil wir uns in der strategischen
Diskussion doch nicht einigen können (und die wir häufig
gar nicht seriös angepackt haben). So bleibt vieles in
der Schwebe - und in separaten Räumen. Die einen be-ten
oben im Dachkämmerlein wie wild (auch wenn sie manchmal
nicht so recht wissen, was läuft), und die andern planen
unten im Büro (und hoffen, dass Gott es segnet).
Wir müssen die Falle dieses spiritualistisch-technokratischen
Dilemmas erkennen! In ihr verpufft ein grosser Teil der Energie
des Volkes Gottes! Das Ora und das Labora
müssen wieder zum selbstverständlichen Herzschlag
geistlichen Planens werden.
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Ueber diesen Auftrag müssen wir uns neu klar werden. Natürlich
werden wir bis zur Wiederkunft Jesu evangelisieren. Aber haben wir
uns schon einmal Gedanken gemacht, was wir eigentlich in unserer
Stadt erreichen wollen? Was ist unser Ziel? Kann man es irgendwie
definieren? Die wenigsten werden solch ein Ziel auf Anhieb formulieren
können; aber vom Neuen Testament scheint der Auf-trag darin
zu bestehen, dass jeder Mensch die Gelegenheit erhalten muss, eine
intelligente Ent-scheidung für oder gegen Jesus zu treffen
- und dass durch veränderte Menschen sich auch Struktu-ren
und Umstände verändern; das Reich Gottes soll durchbrechen.
Ich bin überzeugt, dass eine unklare (bzw. gar keine) Vorstellung,
was wir in unserer Stadt erreichen wollen, dazu führt, dass
nicht mit voller Kraft evangelisiert wird. Warum heute etwas
anstreben, das wir vielleicht auch morgen anpacken können?
Warum dem Auftrag Jünger zu machen mit Prio-rität
nachkommen, wenn er sowieso bis zur Wiederkunft läuft und man
gar nicht wissen kann, wie weit man damit gekommen ist?
Es geht sicher nicht um irgendwelche mechanistischen Zielsetzungen;
aber in immer mehr Städten stellen sich Leiter der Frage: wohin
wollen wir eigentlich gehen? Was will Gott in unserer Stadt erreichen?
Kann man irgendwie feststellen, wie weit wir mit dem Missionsauftrag
sind? Wie sähe eine Stadt aus, in der das Reich Gottes durchgebrochen
ist?
Ein Denken und Arbeiten vom Ziel her ergibt eine grundsätzlich
andere Arbeitsweise als irgendwie vorwärtsmachen.
Plötzlich ergeben sich einzelne Schritte, Prioritäten
werden erkannt, und es kommt eine Langzeit-Dynamik in die Evangelisation
der Stadt, die vorher nicht da war.
7. Von taktischen Einzelmassnahmen zu langfristiger Strategie
Nun merken wir: wenn wir von einem Ziel her rückwärts
denken, geht es nicht um Taktik oder einzelne Methoden sondern um
die Entwicklung einer Strategie. Die Begriffe "Strategie"
und "Taktik" kommen aus der Militärsprache. Der kühle
Kopf hinter dem Schlachtplan ist oft wichtiger als die Fäuste
im hitzigen Zweikampf. Eine Strategie ist die grosse, umfassende
Art, wie man zur Erreichung eines Ziels vorgeht. Sie wirkt langfristig
und zielt auf die ganze Stadt ab. Taktische Einzelmassnahmen
wie eine Grossevangelisation, ein Alpha-Kurs, VIP-Gottesdienste
oder eine Traktataktion sind Methoden der Umsetzung.
Eine Strategie
- geht von einem Ziel aus sie weiss, was sie erreichen
will
- gibt einen grossen Rahmen, in dem jede Gemeinde ihren Platz
finden kann
- setzt Prioritäten
- bewahrt vor Kräfteverschleiss
- hilft die Effektivität unserer Aktionen zu beurteilen
- und hilft auch, guten Gewissens einmal Nein zu sagen.
Typische Fragen, die zu einer Strategie führen, sind:
Wie gehen wir mit unseren Ressourcen (Menschen, Zeit, Geld, Gaben)
so haushälterisch und weise um, dass wir nichts verschwenden,
wirklich Gott geehrt wird und der Missionsbefehl erfüllt wird?
- Was geschieht, wenn nichts geschieht - oder wenn wir so weitermachen
wie bisher?
- Wo sind die Bereiche, in die das Zeugnis des Evangeliums hineingepflanzt
werden muss? Welche Bevölkerungsgruppen in unserer Stadt
sind "unerreicht"?
- Wer ist derzeit am offensten für das Evangelium, wo bahnen
sich Oeffnungen an, worauf sollten uns deshalb unsere Resourcen
konzentrieren?
- Welche Quartiere, Vororte oder soziale Gruppen haben keinen
Zugang zu einer lebendigen Gemeinde? Wie können wir ein Schaufenster
der Liebe Gottes in jedes Quartier pflanzen?
- Was tut Satan in unserer Stadt? Zur Strategie gehört auch,
einen gewissen Einblick zu haben in das, was der Feind Gottes
tut. Paulus sagt dazu: Es ist uns nicht unbekannt, was er
(Satan) im Schilde hat." Wo sind die unsichtbaren Blockaden
und Machtzentren
- Welche Gemeinden haben welche besonderen Stärken, auf die
sie sich konzentrieren sollten (statt dass alle von allem ein
bisschen machen)?
- Was können wir gemeinsam besser tun, als es jeder allein
kann? Wie können wir unsere Ressourcen klüger und besser
einsetzen?
Ohne gemeinsame Vision keine gemeinsame Richtung
Die Kräfte der Christen gleichen oft einem Haufen Nägel,
zufällig auf den Boden geschüttet. Strategie bringt ein
unsichtbares "Magnetfeld" in diesen Haufen. Man beginnt
sich auszurichten. Prioritäten werden klar.
Die Kraft der Information
Wie erkennen wir diese Prioritäten? Viel Unklarheit und Nebel
existiert, wo die klare Information fehlt. Satan liebt Nebel. Wahrheit
macht frei. Bevor Nehemia die Stadt erneuerte, sammelte er die Fakten,
die ihm halfen, ein klares Bild der Aufgabe zu bekommen.
Sobald wir von einer Komm-zu-uns- zu einer Geh-Mentalität übergehen
und nach einer Strategie fragen, müssen wir Informationen zusammentragen,
und zwar grundsätzlich in drei Bereichen:
- das Erntefeld (die Gesellschaft),
- die Erntearbeiter (die Gemeinde)
- und die unsichtbare Welt, die ihren Einfluss ausübt.
Wir müssen uns Fragen stellen wie:
Wie viele Gemeinden gibt es? Wo sind sie, wie gross, wo wirken
sie?
Wo sind Haus-, Quartier- und Gebetszellen?
Welche Wege der Evangelisation sind besonders fruchtbar?
Was ist die geistliche Geschichte unserer Stadt? Wo gibt
es Blockaden oder Altlasten aus der Vergangenheit? Wo sind die okkulten
Kraftzentren?
Wie ist die Bevölkerungsentwicklung?
Es geht nicht um Information um ihrer selbst willen keiner
will vor allem viele Zahlen. Die Fakten, die zusammengetragen werden,
müssen interpretiert und zu einer prophetischen Botschaft
werden, die dann ein Baustein zur Erkenntnis einer Strategie ist.
City Vision: ich habe einen Traum
Wenn ich skizzieren müsste, wie als Ergebnis eines
Paradigmenwechsels - eine City-Vision vor Ort aussähe, komme
ich ins Träumen:
Mir träumt, dass es im Jahr 2005 es in der Schweiz
10 Regionen gibt (Gross-, Mittel und Kleinstädte sowie ländliche
Gebiete), in der die bewussten Christen sich zu einer Art Regio-Gemeinde
zusammengefunden haben.
Die Leiter dieser Regio-Gemeinde übernehmen gemeinsam
die geistliche Verantwortung für dieses Gebiet - im Gebet und
in konkreter Aktion
Eine Untersuchung hat gezeigt, wo die geistlichen Schwerpunkte
der Stadt liegen; man weiss etwas über Geschichte und prägende
Ereignisse und wie damit umgehen. Dauernd werden neue Fakten
bekannt und von der Leiterschaft verarbeitet.
In jedem Quartier existieren Hausgruppen, Gebetszellen oder
gar Hausgemeinden, die sich als Gottes Brückenkopf für
ihr Quartier verstehen und auch danach handeln. Man ringt um die
Menschen des Quartiers und lebt Christentum auf selbstverständliche
Art. Diese Zellen multiplizieren sich ständig, und keiner fragt
"aus welcher Gemeinde kommst du"
Alle Christen der Region treffen sich viermal oder mehr im
Jahr zu einem Grossgottesdienst, in dem neben gemeinsamem Lobpreis
eine starke Botschaft apostolische Herausforderung und prophetische
Richtung gibt - etwas, was man in den Kleingruppen nicht so hört
Eine gemeinsame Zeitung oder homepage verbindet und macht
nach aussen transparent
Jede "Gemeinde in der Gemeinde" hat vom Ganzen
her eine klare Identität, die mit ihrer Lage und ihren Stärken
zu tun hat
Wo es möglich ist, gründet man miteinander "Kirchen
für die Neue Generation / Jugendkir-chen" und setzt die
besten jungen Leiter dafür frei
Zwischen den einzelnen Teilgemeinden herrscht freier Personenverkehr
und Mitgliederaus-tausch.
Die Leiter dienen einander mit ihren Gaben. Wer am Boden
liegt, wird ermutigt; wer aus-spannen muss, wird vertreten; wer
eine Vision hat, teilt und diskutiert sie hier - keiner muss seine
Kleingemeinde, sein Territorium oder seine wirtschaftliche Existenz
verteidigen.
Wo es sinnvoll ist, werden Aktionen zusammengelegt: Schulungen,
Alpha-Kurse etc.
Teilgemeinden tun sich zusammen, um grössere Projekte
zu verwirklichen (Videothek, Rol-lerbahn, Kinderkrippe, Altersheim,
christliche Schule, Gassenküchen...)
Sogar einige Gemeinden schliessen sich zusammen. Geld wird
freigesetzt, und einige Prediger werden zu "weltlichem Dienst"
ausgesandt, wo ihnen viel wohler ist und was sie sich ins-geheim
schon lange gewünscht haben.
Die Leiterschaft betet und plant auf der anderen Seite Neugründungen
von Zellen oder Quartiergemeinden und packt sie gemeinsam an
Wenn ein Glied leidet, leiden und tragen alle mit: wenn eine
Gemeinde in finanzielle oder personelle Schwierigkeiten gerät,
tragen und helfen alle mit.
Die Oeffentlichkeit und die Medien realisieren, dass die
Christen nicht mehr eine zersplit-terte und darum uninteressante
Minderheit, sondern in ihrem gemeinsamen Auftreten eine Grösse
sind, die ernstzunehmen ist. Endlich weiss man, wer wer ist.
Die Folge: Satans beliebte Methode "Teile und herrsche"
zieht nicht mehr. Die Stadt oder Region erlebt eine geistliche und
soziale Transformation.
Solche veränderten Städte prägen das Land.
In einigen Jahren ist die Anzahl der lebendigen Christen auf 20
oder 30% gestiegen, was eine Region nach der anderen enorm verändert.
Vorwärts gehen
Ich bin überzeugt: wenn wir nicht wollen, dass sich regionale
Leitertreffen totlaufen oder in der Harmlosigkeit versinken, brauchen
wir von Gott eine Gesamt-Vision für unsere Städte, die
wir in langfristige Ziele übersetzen. Es geht um mehr als nur
ab und zu einen stadtweiten Gottesdienst zu feiern, Gebetstreffen
zu haben und alle paar Jahre eine evangelistische Grossaktion zu
starten (so gut das auch alles ist). Es geht um eine langfristige,
von Gott erbetene, durchdachte und konse-quent verfolgte Strategie,
die das Ziel hat, dass deutlich mehr Menschen zu Christen werden,
der geistliche, moralische und soziale Zerfallsprozess vieler Städte
aufgehalten wird und das Reich Got-tes in unseren Städten eine
unüberschaubare Realität wird. Ted Haggard drückt
es (ein wenig ame-rikanisch) so aus: "Wir müssen es den
Leuten in unserer Stadt schwer machen, zur Hölle zu gehen".
Hier geht es nicht um Gleichschaltung der Instrumente, aber um ein
gemeinsames Musikstück, das sie spielen - jeder in seiner wunderbaren
Verschiedenheit. Werden wir Gottes Geist erlauben, die Instrumente
der einzelnen Gemeinden so zu orchestrieren?
Wer soll den Auftrag Christi für unsere Städte erfüllen,
wenn nicht die Gemeinde, die darin wohnt? wer soll in Gottes Sinne
der Stadt Bestes suchen, wenn nicht die Christen, und
zwar gemeinsam? Ich glaube, dass Gott die Gemeinde in der Stadt
dazu berufen und ausgerüstet hat. Und ich bin überzeugt,
dass in dieser Synergie ungeahnter und bisher ungenutzer Segen verborgen
liegt.
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